{"id":1604,"date":"2015-10-26T08:52:13","date_gmt":"2015-10-26T07:52:13","guid":{"rendered":"http:\/\/horstth.de\/?p=1604"},"modified":"2021-04-18T13:33:08","modified_gmt":"2021-04-18T11:33:08","slug":"der-dipol-strahlung-mit-gewinn","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/horstth.de\/?p=1604","title":{"rendered":"Der Dipol &#8211; Strahlung mit Gewinn"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/horstth.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Messung_Intensit\u00e4tsprofil_Dipol.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-1605 alignleft\" style=\"border: 1px solid black;\" src=\"http:\/\/horstth.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Messung_Intensit\u00e4tsprofil_Dipol-828x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"370\" srcset=\"http:\/\/horstth.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Messung_Intensit\u00e4tsprofil_Dipol-828x1024.jpg 828w, http:\/\/horstth.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Messung_Intensit\u00e4tsprofil_Dipol-624x770.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Jeder Hochfrequenz-Profi (damit meine ich insbesondere meine Amateurfunkfreunde) kennt das Strahlungsdiagramm eines <i>\u03bb<\/i>\/2-Dipols. Aber gemessen haben es die wenigsten. Das nebenstehende Diagramm zeigt das Ergebnis einer eigenen (unvollst\u00e4ndigen) Messung, ich entdeckte es vor kurzem in meinen Unterrichtsaufzeichnungen aus grauer Vorzeit.<\/p>\n<p>Offenbar reichte die Zeit nicht aus, das vollst\u00e4ndige Diagramm zu messen. Hier k\u00f6nnte also experimentell noch nachgebessert werden. Bis es dazu kommt, dachte ich, ist eine Besch\u00e4ftigung mit der Theorie nicht unvern\u00fcnftig. Erste M\u00f6glichkeit, mich kundig zu machen, waren meine Notizen zur Vorlesung \u201eElektrodynamik\u201c (aus dunkelgrauer Vorzeit). Die waren noch erstaunlich gut lesbar<sup>1<\/sup>, ergaben aber Nachholbedarf in Sachen Vektorpotential und Lorenz-Eichung. Die B\u00fccher von <i>Griffiths<\/i> und <i>Jackson<\/i><sup>2<\/sup><i> <\/i>halfen da weiter. Beim Studium dieser Werke entdeckte ich, dass man sogar den Gewinn des <i>\u03bb<\/i>\/2-Dipols gegen\u00fcber dem isotropen Strahler, also die r\u00e4tselhaften 2,15 dBi, herleiten kann. Aber wie so oft, hie\u00df es mehrfach: \u201eWie man leicht nachrechnet, ergibt sich \u2026.\u201c. Diese L\u00fccken habe ich versucht, aufzuf\u00fcllen. Hier das Ergebnis meiner zwei \u201eAusarbeitungen\u201c \u2013&nbsp; eine zum (idealen) <a href=\"http:\/\/www.theissenonline.de\/Physik\/Elektrische Dipolstrahlung.pdf\">Hertzschen Dipol<\/a> und eine andere zum <a href=\"http:\/\/www.theissenonline.de\/Physik\/Lambda_Halbe_Dipol.pdf\"><i>\u03bb<\/i>\/2-Dipol<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><sup>1<\/sup> Das spricht f\u00fcr meine saubere Handschrift und Prof. Scherzers glasklaren Tafelanschrieb. Professor Scherzer las damals die Theoretische Physik an der TH Darmstadt. Der Tafelanschrieb startete am Anfang der Vorlesung in der linken oberen Ecke der Tafel, schl\u00e4ngelte sich ohne aufw\u00e4ndige Gliederung unter Ausnutzung der gesamten Tafelbreite zeilenweise nach unten und erreichte zeitgleich mit dem Ende der Stunde die rechte untere Ecke. Die jederzeit verf\u00fcgbare Darstellung des Unterrichtsstoffs erlaubte es, beim Mitschreiben auf Sch\u00f6nschrift zu achten.<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>&nbsp; David J. Griffiths, <i>Elektrodynamik \u2013 Eine Einf\u00fchrung<\/i>, 3. Auflage, Pearson Studium, M\u00fcnchen 2011, und&nbsp; John D. Jackson, <i>Classical Electrodynamics<\/i>, J. Wiley, New York 1962<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Details zum Versuchsaufbau: Der Sender war eine einstufige Schaltung mit der R\u00f6hre <i>EC<\/i>92 \u2013 das weithin bekannte Demonstrationsger\u00e4t aus der Physiksammlung meiner Schule. Es arbeitet nach dem Prinzip der Dreipunktschaltung, das hei\u00dft, mit Abgriff der R\u00fcckkopplungsspannung an einer Spulenanzapfung (<i>Hartley-Oszillator<\/i>). Benutzt man einen kurzen Metallb\u00fcgel als Spule, schwingt der Sender mit etwa 150 MHz, dem entspricht eine Wellenl\u00e4nge von ungef\u00e4hr 2 m. Demgem\u00e4\u00df war die Antenne 1 m lang. Sie wurde in die N\u00e4he der Metallb\u00fcgel-Spule gebracht. Das reichte aus, um ein Hochfrequenzsignal (die \u201eTr\u00e4gerwelle\u201c ohne Modulation) abzustrahlen. Jedenfalls konnte man in ein paar Metern Entfernung dieses Signal nachweisen. Dazu gen\u00fcgte ein zweimal 50 cm langer Dipol mit einer <i>Ge-<\/i>Diode zwischen beiden H\u00e4lften und einem parallel dazu geschalteten \u03bcA-Meter als Anzeigeinstrument.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"excerpt\">Jeder Hochfrequenz-Profi (damit meine ich insbesondere meine Amateurfunkfreunde) kennt das Strahlungsdiagramm eines \u03bb\/2-Dipols. 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