{"id":2017,"date":"2016-01-31T16:14:34","date_gmt":"2016-01-31T15:14:34","guid":{"rendered":"http:\/\/horstth.de\/?p=2017"},"modified":"2016-07-12T23:05:07","modified_gmt":"2016-07-12T21:05:07","slug":"2017","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/horstth.de\/?p=2017","title":{"rendered":"Van Gogh&#8217;s Sternennacht im PC"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/horstth.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Sternennacht_Vergl_Himmelsansicht_03.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-large wp-image-2093\" alt=\"Sternennacht_Vergl_Himmelsansicht_03\" src=\"http:\/\/horstth.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Sternennacht_Vergl_Himmelsansicht_03-1024x758.jpg\" width=\"770\" height=\"569\" srcset=\"http:\/\/horstth.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Sternennacht_Vergl_Himmelsansicht_03-1024x758.jpg 1024w, http:\/\/horstth.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Sternennacht_Vergl_Himmelsansicht_03-300x222.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 770px) 100vw, 770px\" \/><\/a>Schon zu Zeiten der ersten PC&#8217;s entstanden Computerprogramme, die Himmelsansichten f\u00fcr einen beliebigen Ort der Erde und zu beliebigen Zeiten berechneten. Ich benutzte sie u. a. im Astronomieunterricht der Schule. Damit konnten meine Sch\u00fcler(innen) beispielsweise die gro\u00dfe Konjunktion von Jupiter und Saturn um das Jahr 7 v. Chr. (Stern von Bethlehem?) am Bildschirm verfolgen.<\/p>\n<p>Etwa zur selben Zeit fiel mir ein Buch\u00a0 in die Hand mit dem Titel \u201eVincent van Gogh \u2013 Die Sternennacht\u201c. Darin zeigt der Kunsthistoriker <i>A. Boime <\/i>\u00b9, dass <i>van Gogh\u2019s\u00a0<\/i> ber\u00fchmtes Gem\u00e4lde eine durchaus realistische Ansicht des Nachthimmels darstellt &#8211; n\u00e4mlich den Anblick, der sich dem K\u00fcnstler bot, als er das Bild malte. Ort und Zeit kann man den Lebensdaten van Gogh\u2019s und seinen Briefen an den Bruder <em>Theo \u00a0<\/em>entnehmen: Das Bild entstand in <i>St. Remy-de-Provence\u00a0<\/i> etwa am 19. Juni 1889 gegen 3 Uhr morgens. Boime benutzte seinerzeit Daten eines Planetariums, um den Himmel \u00fcber dem s\u00fcdfranz\u00f6sischen Ort zu diesem Zeitpunkt darzustellen. Es zeigte sich, dass van Gogh den <em>Mond<\/em>\u00a0 genau dort platzierte, wo er den astronomischen Berechnungen nach am Himmel stehen sollte, und dass der helle Stern rechts neben der gro\u00dfen Zypresse mit gro\u00dfer Sicherheit den Planeten <i>Venus<\/i> darstellt. Im \u00dcbrigen waren neben A. Boime auch andere\u00b2 in dieser Sache professionell t\u00e4tig (und sind es immer noch).<\/p>\n<p>Da sich Boime\u2019s Planetarium, MS-DOS sei Dank, durch die erw\u00e4hnte Software ersetzen lie\u00df, konnte ich seine Entdeckung am eigenen PC nachvollziehen \u2013 eine leichte \u00dcbung f\u00fcr das benutzte <i>Redshift-<\/i>Programm. Das Bild ist eine Nachzeichnung des Computerdisplays, von mir erg\u00e4nzt durch eine Skizze der Landschaft mit Dorf und Zypresse. Wie erwartet, best\u00e4tigte Redshift die \u201eplanetarisch\u201c erzeugte Darstellung.<\/p>\n<p>Nach diesem (bescheidenen) Erfolg nahm ich mir weitere \u201eHimmels\u201c-Gem\u00e4lde van Gogh\u2019s\u00a0 vor, verglich Leinwand- und Bildschirmdarstellung. Diese eher laienhaften Studien habe ich in einem kleinen Aufsatz zusammengefasst und daraus ein Beispiel f\u00fcr eine Facharbeit in der Oberstufe gemacht \u2013 eine f\u00e4cher\u00fcbergreifende Facharbeit\u00b3 in den Disziplinen Kunst und Physik bzw. Astronomie. <a href=\"http:\/\/theissenonline.de\/Physik\/VanGoghsNachtgemaelde3.pdf\">Hier<\/a> ist sie.<\/p>\n<p>\u00b9 Boime, A., Vincent van Gogh &#8211; Die Sternennacht, Frankfurt am Main 1989 (Fischer Taschenbuch Nr. 11237), z. Zt. ergriffen<br \/>\n\u00b2 z. B. Olson, D., R. Doescher, Sky and Telescope, October 1988, S. 406, und Withney, C. A., Physics Today August 1992, 13 (1992)<br \/>\n\u00b3 ein Oxymoron?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"excerpt\">Schon zu Zeiten der ersten PC&#8217;s entstanden Computerprogramme, die Himmelsansichten f\u00fcr einen beliebigen Ort der Erde und zu beliebigen Zeiten berechneten. Ich benutzte sie u. a. im Astronomieunterricht der Schule. Damit konnten meine Sch\u00fcler(innen) beispielsweise die gro\u00dfe Konjunktion von Jupiter und Saturn um das Jahr 7 v. Chr. (Stern von Bethlehem?) am Bildschirm verfolgen. 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