{"id":3650,"date":"2019-06-02T12:17:27","date_gmt":"2019-06-02T10:17:27","guid":{"rendered":"http:\/\/horstth.de\/?p=3650"},"modified":"2021-04-18T12:14:07","modified_gmt":"2021-04-18T10:14:07","slug":"schumann-resonanzen-neue-messung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/horstth.de\/?p=3650","title":{"rendered":"Schumann-Resonanzen, neue Messung"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/horstth.de\/?attachment_id=3660\" rel=\"attachment wp-att-3660\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-3660\" src=\"http:\/\/horstth.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Bild2-292x300.jpg\" alt=\"\" width=\"639\" height=\"657\" srcset=\"http:\/\/horstth.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Bild2-292x300.jpg 292w, http:\/\/horstth.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Bild2.jpg 696w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 100vw, 639px\" \/><\/a>Endlich ist es mir gelungen, Schumann-Resonanzen<sup>1<\/sup> auch in einer elektrisch nicht gerade st\u00f6rungsarmen Umgebung nachzuweisen \u2013 und zwar im Garten hinter dem Haus. Experten erzeugen an geeigneteren Standorten und mit mehr Aufwand bessere Spektren. Mir ging es darum, sie \u00fcberhaupt zu beobachten. Und das mit bescheidenen Mitteln. Die Peaks der Resonanzen sind zwar mickrig, aber deutlich zu sehen.<\/p>\n<p>Ich benutze den von S. Fusare<sup>2<\/sup> beschriebenen Empf\u00e4nger, der die elektrische Feldst\u00e4rke nachweist. Er besteht aus einer etwa 2 m langen (vertikalen) Stabantenne und einem Impedanzwandler, der den Wechselstromwiderstand der Antenne (Gr\u00f6\u00dfenordnung 900 MOhm) an die nachfolgende Elektronik anpasst. Mein fr\u00fcherer Artikel<sup>3<\/sup> zeigt den Stromlaufplan. Die Antenne steht, auf einem etwa 3 m hohen Mast montiert, in der Mitte eines Rasenst\u00fccks. Der Rasen ist von niedrigen B\u00e4umen und Str\u00e4uchern umgeben (Abstand etwa 5 m) \u2013 Wie schon angedeutet kein idealer Standort, da die B\u00e4ume als kapazitive Spannungsteiler das Signal der Antenne herunterdr\u00fccken.<\/p>\n<p>Der Antennenstab ist am Fu\u00dfpunkt direkt mit der Eingangsbuchse des Empf\u00e4ngers verbunden. Die Isolation der Buchse (Teflon) wird sorgf\u00e4ltig mit Spiritus gereinigt und deren L\u00f6tkontakt direkt mit dem Gatepin des JFET-Eingangstransitors (BF 245) verbunden. Der Ausgang des Empf\u00e4ngers ist \u00fcber ein etwa 20 m langes Koaxialkabel (RG174) mit einem USB-Oszilloskop (Pico 2208B) verbunden, das als Analog-Digitalwandler arbeitet. Eine FFT-Software besorgt die Spektralanalyse.<\/p>\n<p>Die Abbildung zeigt das Ergebnis meiner Messung. Messdauer etwa zwei Stunden, das Spektrum entstand durch Mittelwertbildung \u00fcber dieses Zeitintervall. Die Schumann-Peaks bei 8, 14, 20, 26 und 32 Hz heben sich deutlich vom Rauschen ab. An den Stellen 16 2\/3 Hz, 33 1\/3 Hz und 50 Hz machen sich Bahnstrom, deren Oberwelle und Netz-Versorgung in Form scharfer Linien bemerkbar \u2013 und st\u00f6ren zum Teil.<\/p>\n<p>Die Schumann-Resonanzen sind, wie in der Abbildung zu sehen, breite Buckel &#8211; keine scharfen Linien. Ihr Q-Wert ist klein. Seine Berechnung ist Thema einer \u00dcbungsaufgabe des Lehrbuchs <em>Classical Electrodynamics<\/em> von J. D. Jackson \u2013 und dem Niveau des Buchs entsprechend anspruchsvoll. Wer damit nicht zurechtkommt (z. B. ich), kann sie einer der Sammlungen von L\u00f6sungen entnehmen, die im Netz vorhanden sind. <a href=\"http:\/\/theissenonline.de\/Physik\/Q_Wert_Schumann_Resonanzen.pdf\">Hier<\/a> habe ich versucht, den Rechenweg anhand einer dort ver\u00f6ffentlichten L\u00f6sung<sup>4<\/sup> nachzuempfinden.<\/p>\n<p><sup>1<\/sup> Schumann, W. O. (1952): \u00dcber die strahlungslosen Eigenschwingungen einer leitenden Kugel, die von einer Luftschicht und einer Ionosph\u00e4renh\u00fclle umgeben ist. Zeitschrift und Naturforschung 7a: 149\u2013154. Bibcode:1952ZNatA&#8230;7..149S.<br \/>\n<sup>2<\/sup> Fusare, Scott (Rufzeichen N2BJW): An experimenters approach to detecting the Schumann Resonances, zitiert in home.arcor.de\/peter.schmalkoke\/&#8230;\/schumann1.pdf<br \/>\n<sup>3<\/sup>&nbsp;Theissen, H.:<a href=\"http:\/\/horstth.de\/?p=353\"> Schumann-Resonanzen, erster Versuch<\/a><br \/>\n<sup>4<\/sup> Aufgabe 8.9 des Buchs J. D. Jackson, <em>Classical Electrodynamics<\/em>, Wiley 1962,&nbsp; siehe www_personal.umich.edu\/~pran\/jackson\/P506\/hw02a.pdf<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"excerpt\">Endlich ist es mir gelungen, Schumann-Resonanzen1 auch in einer elektrisch nicht gerade st\u00f6rungsarmen Umgebung nachzuweisen \u2013 und zwar im Garten hinter dem Haus. 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