Monthly Archives: August 2018

Effektive Federmasse

CIMG1512_MDas Federpendel (Foto): Eine Schraubenfeder, am oberen Ende befestigt, wird am unteren Ende mit einem Gewichtsstück belastet und ein wenig ausgelenkt. Das Gewichtsstück schnellt zurück und schwingt dann auf und ab. Die Schwingungsfrequenz (Kreisfrequenz) ist gleich der Wurzel aus dem Quotienten Federkonstante geteilt durch die Masse des Gewichtsstücks. Das ist richtig, wenn man die Masse der Feder vernachlässigt. In der Regel muss man sie berücksichtigen, ein Bruchteil der Federmasse geht in die Schwingungsfrequenz ein. Man kann diesen Bruchteil, die effektive Federmasse, berechnen. Er sollte abhängen vom Verhältnis Federmasse zu Gewichtsmasse. Meine Messungen zeigen, dass dies in der Tat der Fall ist. Mehr dazu …

Holland Harbour Lighthouse

CIMG1461_MErinnerung an eine Fahrt entlang des Michigan-Sees (USA): Wir stehen an einem Strand mit blendend weißem Sand am Ostufer des Sees. Vor uns ein Kanal, der zu einem „Inlandsee” mit dem Namen Macatawa führt, und dahinter auf einer Mole ein leuchtend rot gestrichenes Haus mit zwei Giebeln und einem Leuchtturm obenauf. Ein Postkartenmotiv. Haus und Leuchtturm sind unter dem Namen Holland Harbour Lighthouse bekannt. Holland ist die Stadt, die landeinwärts am Ende des Macatawa liegt. Sie wurde, wie der Name vermuten lässt, von niederländischen Siedlern gegründet. Die Siedler gruben auch den Kanal, so dass der Macatawa seit dem 19. Jahrhundert der Stadt Holland als natürlicher Hafen dient. Heute liegen dort Sportboote, Handelsschiffe gibt es nicht mehr.

Postkartenmotive haben eine gefährliche Nähe zum Kitsch. Meine Aquarellstift-Skizze ist, pardon, auch leicht kitschverdächtig.  Weitere Bilder des Holland Harbour Lighthouses hier.

Luftdruck

LKGymO02_AZur Wettervorhersage wird das Barometer heute nicht mehr benötigt, die wird schon seit Jahren vom Fernsehen geliefert. Früher wusste man: Fällt der Luftdruck, nähert sich ein Tief, in der Regel bedeutet das schlechtes Wetter. Steigt der Druck, kann man mit einem Hoch und gutem Wetter rechnen. Im Physikunterricht wird gezeigt, dass man das Barometer auch als Höhenmesser benutzen kann. Bekanntlich sinkt der Luftdruck mit steigender Höhe über NN. Und so verläuft die Physikstunde zum Thema Luftdruck:

Das Schulgebäude liegt auf einer Anhöhe, von hier aus lassen sich Punkte unterschiedlicher Höhe über NN bequem erreichen. Unterhalb des Gebäudes, nur wenige hundert Meter vom ihm entfernt, schlängelt sich die Niers (ein Flüsschen) durch ein Schrebergartengelände. Dessen topografische Höhe (vom Messtischblatt abgelesen) ist unsere Null-Marke. Von dort aus zieht die Schüler(innen)-Karawane, mit mehreren Dosenbarometern bewaffnet, bergauf. Wir überqueren eine Straße und machen zunächst Halt am Fuße des Gebäudes. Dort ist eine Höhenmarkierung eingemeißelt, die übernehmen wir ins Messprotokoll. Wir steigen im Gebäude weiter nach oben, zum Schluss durch das Dachgebälk bis in das Türmchen oben auf dem Dach des Bauwerks. Dessen Höhe über NN wurde der Schule irgendwann einmal vom Landesvermessungsamt mitgeteilt – ein weiterer Höhen-Fixpunkt. Unterwegs wird mehrmals der Luftdruck gemessen, an den genannten Punkten und an weiteren Stellen, deren Höhen wir interpolieren. Protokolliert wird, für jedes Barometer getrennt, die Differenz zur Messung an der Null-Marke. Am Ende sind wir insgesamt 50 m hochgestiegen und der Luftdruck ist um 6 mbar gesunken – ein Wert, der deutlich von Null verschieden ist und sogar mit der Therie übereinstimmt. Mehr zu Theorie und Experiment …

Das Foto des Schulgebäudes (Höhe des Türmchens auf dem Dach: 104 m über NN) wurde mit einer Lochkamera aufgenommen. Brennweite (Abstand Lochblende-Fotoplatte) f = 25 cm, Durchmesser der Lochblende D ≅ 0,35 mm, Belichtungszeit etwa 6  min.