Wanderlust

Denkwürdige Orte

CIMG1418_MDas Foto: Ein herbstlicher Park mit Blick auf den Rhein. Links eine mehr oder weniger unauffällige Reihe von Glasscheiben – Panzerglas, es sollte das dahinterliegende Gebäude vor Beschuss (Terroranschlag) schützen. Das Gebäude (auf dem Foto nicht zu sehen) ist der ehemalige Kanzlerbungalow im Regierungsviertel in Bonn. Ein denkwürdiger Ort, hier wurde Geschichte gemacht.

Nicht nur der Kanzlerbungalow hat seine “Geschichte”, auch weniger bekannte Orte können Interessantes erzählen. Ich habe Fotos von solchen Orten gesammelt. Sie wurden, aus welchen Gründen auch immer, meist aber beiläufig, gemacht. Daraus ist ein Quiz entstanden. Hier sind die Fotos mit den zugehörigen Fragen und dort die Antworten.

Nationalpark mit Wüstung

CIMG8352_MDie Wüstung heißt Wollseifen und liegt auf der Dreiborner Hochfläche in der Nordeifel. Deren Geschichte ist sicher bekannt, deshalb nur ganz kurz: Das Dorf Wollseifen musste im September 1946 geräumt werden. Dort und auf dem umliegenden Gelände legte die britische Armee einen Truppenübungsplatz an, der 1950 an das belgische Militär übergeben wurde. Meine Erinnerung daran ist noch lebendig, weil es damals Sperrgebiet war: Ich leitete in den fünfziger Jahren eine Pfadfindergruppe, die auf ihren Wandertouren durch die Eifel Umwege um das “Camp Vogelsang” einlegen musste.

Anfang des Jahres 2006 wurde der Übungsplatz aufgegeben und in einen Nationalpark umgewandelt. Der ist seitdem für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Wege, die damals “off limits” waren, bin ich jetzt (nach mehr als sechzig Jahren) gegangen. Dabei entstanden diese Fotos.

Naturdenkmal Baumallee Bassenheim

Baumallee_Bassenheim

Bassenheim ist ein linksrheinischer Ort in der Nähe von Koblenz. Von dort geht in Richtung Westen ein Fußweg zu einem alten Vulkankegel, auf der Karte als “Karmelenberg” bezeichnet. Der Weg unterquert den Viadukt einer stillgelegten Eisenbahnstrecke, durchläuft ein kurzes Stück Wald und mündet dann in eine Allee von zum Teil uralten Bäumen – ein faszinierender Anblick. Die Fotos sind keine Meisterwerke – beiläufig aufgenommen beim Wandern auf dem Rheinburgenweg.

Bassenheim_Karte

Der etwas seltsam anmutende Name “Karmelenberg” leitet sich her, wie man liest, vom Berg Karmel im Norden Israels. Im Alten Testament wird berichtet, dass Elia dort das Gottesurteil gegen die Propheten des Baal herbeiführte (1. Kön 18). Offenbar gibt es noch mehr Stätten, die nach dem Berg in Israel benannt sind. Zum Beispiel der Ort Carmel-by-the-Sea (bei Monterey, Californien, USA) und die dortige Missionsstation Carmel Mission.

Rheinsteig – 300 Kilometer Wanderlust

Titel_Internet_Foto_RheinsteigNach 14 Tagesetappen, verteilt über zwei Jahre, hatte ich den Abschnitt zwischen Wiesbaden und Königswinter komplett zurückgelegt. Laut GPS-Gerät war das, einschließlich der Verbindungswege von und zu den Bahnhöfen entlang des Rheins, eine Strecke von etwa 300 Kilometern, mit Anstiegen von insgesamt 8500 Höhenmetern (daher offenbar der Name “Steig”).

Zur Dokumentation einige Fotos – Stimmungsbilder, im Vorübergehen gemacht. Sicher nicht die Highlights des Steigs. Das obige zeigt Bacharach.