Malerisches

Landschaften – Niederrhein und Eifel

Am_Hochneukircher_FliessDer Weg zum jüdischen Friedhof von Hochneukirch folgt einem kleinen Graben, genannt Hochneukircher Fließ. Nach heftigen Regen ist er mit Wasser gefüllt, das mehr oder weniger träge dahin fließt – so viel zum Namen “Fließ”. Die Aquarellstiftzeichnung zeigt den Weg zum Friedhof und die Felder in der Nähe des jüdischen Friedhofs. Der liegt hinter den hohen Bäumen auf der rechten Seite des Bildes. Weitere Landschaftsskizzen von verschiedenenen Wanderungen (Niederrhein, Eifel, Hohes Venn) hier .

 

Künstlerkolonie Mathildenhöhe Darmstadt

 

Mathildenhöhe_02_M2Die Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe in Darmstadt soll UNESCO Weltkulturerbe werden. Das hat die Kultusministerkonferenz der Bundesrepublik beantragt. Die Mathildenhöhe ist bekannt für ihre Jugendstilbauten, die Anfang des vorigen Jahrhunderts dort entstanden. Ich habe dort einige Semester während meines Studiums gewohnt. Beim letzten Besuch in Darmstadt machte ich Fotos, Vorlagen für die Skizzen, die hier zu sehen sind. Das Bild zeigt den Schwanentempel, der kürzlich restauriert wurde.

Die Freunde der Mathildenhöhe e.V. haben bei der Restaurierung des Schwanentempels mitgewirkt und  unterstützen die Stadt Darmstadt bei ihrem Vorhaben, die Mathildenhöhe als Weltkulturerbe anerkennen zu lassen.

 

Van Gogh’s Sternennacht im PC

Sternennacht_Vergl_Himmelsansicht_03Schon zu Zeiten der ersten PC’s entstanden Computerprogramme, die Himmelsansichten für einen beliebigen Ort der Erde und zu beliebigen Zeiten berechneten. Ich benutzte sie u. a. im Astronomieunterricht der Schule. Damit konnten meine Schüler(innen) beispielsweise die große Konjunktion von Jupiter und Saturn um das Jahr 7 v. Chr. (Stern von Bethlehem?) am Bildschirm verfolgen.

Etwa zur selben Zeit fiel mir ein Buch  in die Hand mit dem Titel „Vincent van Gogh – Die Sternennacht“. Darin zeigt der Kunsthistoriker A. Boime ¹, dass van Gogh’s  berühmtes Gemälde eine durchaus realistische Ansicht des Nachthimmels darstellt – nämlich den Anblick, der sich dem Künstler bot, als er das Bild malte. Ort und Zeit kann man den Lebensdaten van Gogh’s und seinen Briefen an den Bruder Theo  entnehmen: Das Bild entstand in St. Remy-de-Provence  etwa am 19. Juni 1889 gegen 3 Uhr morgens. Boime benutzte seinerzeit Daten eines Planetariums, um den Himmel über dem südfranzösischen Ort zu diesem Zeitpunkt darzustellen. Es zeigte sich, dass van Gogh den Mond  genau dort platzierte, wo er den astronomischen Berechnungen nach am Himmel stehen sollte, und dass der helle Stern rechts neben der großen Zypresse mit großer Sicherheit den Planeten Venus darstellt. Im Übrigen waren neben A. Boime auch andere² in dieser Sache professionell tätig (und sind es immer noch).

Da sich Boime’s Planetarium, MS-DOS sei Dank, durch die erwähnte Software ersetzen ließ, konnte ich seine Entdeckung am eigenen PC nachvollziehen – eine leichte Übung für das benutzte Redshift-Programm. Das Bild ist eine Nachzeichnung des Computerdisplays, von mir ergänzt durch eine Skizze der Landschaft mit Dorf und Zypresse. Wie erwartet, bestätigte Redshift die „planetarisch“ erzeugte Darstellung.

Nach diesem (bescheidenen) Erfolg nahm ich mir weitere „Himmels“-Gemälde van Gogh’s  vor, verglich Leinwand- und Bildschirmdarstellung. Diese eher laienhaften Studien habe ich in einem kleinen Aufsatz zusammengefasst und daraus ein Beispiel für eine Facharbeit in der Oberstufe gemacht – eine fächerübergreifende Facharbeit³ in den Disziplinen Kunst und Physik bzw. Astronomie. Hier ist sie.

¹ Boime, A., Vincent van Gogh – Die Sternennacht, Frankfurt am Main 1989 (Fischer Taschenbuch Nr. 11237), z. Zt. ergriffen
² z. B. Olson, D., R. Doescher, Sky and Telescope, October 1988, S. 406, und Withney, C. A., Physics Today August 1992, 13 (1992)
³ ein Oxymoron?

Zentralprojektion zur MS-DOS-Zeit

Trinita_Masaccio_3_AugpunkteDas Stichwort Zentralperspektive erinnert mich an Computerspielereien aus dem MS-DOS-Zeitalter – Programme zur Zentralprojektion zu schreiben und damit “realistische” 3D-Bilder zu erzeugen. Sehr realistisch waren die Bilder nicht, sie sind eher von sentimentalem Wert.  Anlass war eine Studienfahrt nach Florenz. Meine Schüler und Schülerinnen mussten zur Vorbereitung Referate über die Bedeutung und die Sehenswürdigkeiten der Stadt ausarbeiten und vortragen – unter anderem über Masaccios Trinitätsfresko in der Kirche Santa Maria Novella. Genauer gesagt, über die zentralperspektivische Darstellung in diesem Gemälde. Masaccios Fresko ist ja bekanntlich das erste Bild, in dem die Regeln der Zentralprojektion korrekt angewandt wurden. Ich fand das Thema interessant. Hier mein Beitrag dazu:

Fluchtpunkte

Drei Mal eine Zentralperspektive mit genau einem Fluchtpunkt – Aquarellstift-Zeichnungen:
(1) Renaissance-Park Valsanzibio (Italien), (2) Arches Natl. Park, Utah (USA),
(3) Park Avenue, New York City (USA)

ValsanzibioArches_Natl_Park

Park_Ave_NYC